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Häufig gestellte Fragen
Allgemeine Fragen zur Hypospadie
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Ist eine entdeckte Hypospadie in der
Schwangerschaft ein Grund für eine Abtreibung?
Definitiv nicht! Hypospadie ist eine
korrigierbare Anomalie und mehr als 90 % der Hypospadie-Patienten führen ein
komplett normales Leben mit eigenen Kindern und normalem Sexualleben.
Ich habe ein Kind mit Hypospadie.
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch mein zweites Kind mit einer
Hypospadie geboren wird?
Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering. Das Auftreten einer
Hypospadie ist meistens sporadisch, das heißt, nicht speziell mit den Genen der
Eltern in Verbindung zu bringen. Selten gibt es Familien wo eine Hypospadie von
einer Generation zur anderen vererbt wird.
Wie häufig treten Hypospadien
auf?
Die Häufigkeit ist abhängig von der Menschenrasse (z. B.
treten Hypospadien bei der weißen Rasse am häufigsten auf) und vom
Lebensort. Verschiedene Studien sprechen von einer Häufigkeit von 1 :
125 bis zu 1 : 300 (d. h. bei 125/300 männlichen Geburten wird ein Junge mit
einer Hypospadie geboren). Es gibt Hinweise, dass Hypospadien in den letzten 15
Jahren zunehmen.
Wann sollen wir zum
Spezialisten?
Da das ideale Operationszeitfenster zwischen dem 3. und 18.
Lebensmonat des Kindes liegt, ist es ratsam, einen erfahrenen
Hypospadie-Spezialisten in den ersten 3 Lebensmonaten zu
kontaktieren. Denken Sie daran: es gibt viel schlimmere angeborene
Fehlbildungen, die nicht operabel sind. Darum muss die Entscheidung "wie geht es
weiter?" auch nicht von einem Moment auf den anderen getroffen werden. Sie haben
Zeit, sich zu informieren und einen Spezialisten, der gute Erfahrungen mit
Hypospadie-Korrekturen hat aufzusuchen.
Welchen Spezialisten sollen wir
kontaktieren? Einen Kinderchirurgen, Urologen oder plastischen
Chirurgen?
Es ist nicht wichtig ob der Spezialist Kinderchirurg,
Urologe oder plastischer Chirurg ist. Einige der weltweiten Pioniere der
Hypospadie waren Kinderchirurgen, andere Urologen und einige plastische
Chirurgen. Viel wichtiger ist, dass er Erfahrung mit Operationen an
Kindern hat und natürlich noch wichtiger, dass er viel Erfahrung mit
Hypospadie-Korrekturen verbunden mit guten Erfolgen hat. Es gibt verschiedene
Operationstechniken, die zu einem guten Erfolg führen und bitte bedenken Sie: es
kommt nicht auf eine bestimmte Technik an, wichtig ist, dass der Chirurg die
Technik anwendet, die bei Ihrem Kind die besten Resultate hervorbringt.
Wie kann ich die Schwere der
Hypospadie bei meinem Kind / bei mir erkennen?
Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle:
Wo ist der Harnröhrenausgang?
Ist der Penis gerade oder gekrümmt?
Ist die Haut gesund oder nicht?
Gibt es Voroperationen?
Generell: Liegt der Harnröhrenausgang in der äußeren Hälfte
des Penis ist der Grad weniger schwer (meistens ist der Penis dann auch nicht
gekrümmt, die Haut ist gesund und die Chancen einer erfolgreichen Korrektur in
einer einmaligen Operation sollten mehr als 90 % sein).
Liegt die Harnröhrenöffnung in der körpernahen Hälfte, ist
der Penis meistens gekrümmt, die Haut könnte nicht gesund sein und es könnte
mehr als eine Operation notwendig sein. Bei einem Hypospadie-erfahrenen
Chirurgen liegt die Erfolgsrate bei 80 %.
Glanulare Hypospadie:
Sonderform glanularer hypospadie mit Megameatus und kompletter Vorhautschürze:
Distale (penile) Hypospadie:
Proximale (penoskrotale) Hypospadie mit Penisschaftkrümmung (Chordee):
Proximale (penoskrotale) Hypospadie ohne Penisschaftkrümmung:
7. Welche Probleme kann eine Hypospadie verursachen?
Die Einschränkungen sind natürlich abhängig vom Schweregrad der Hypospadie.
Eine Problematik besteht darin, stehend Harn zu lassen und der optische Eindruck, dass der Penis "anders" aussieht. Die psychologischen Folgen dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Bei nicht korrigierter Hypospadie können später Schmerzen durch die freiliegende Schleimhaut beim Geschlechtsverkehr, evt. auch Blutungen auftreten. Bei einer schweren Krümmung des Penis kann eine Erektion auch häufig schmerzhaft sein.
Das Sexualleben und die Fähigkeit Kinder zu zeugen, könnte eingeschränkt sein.
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